Informations- und Erfahrungsaustausch 

zur Persönlichen Assistenz 

Das ZSL-Sachsen möchte das Thema Persönliche Assistenz bekannter machen – 

für Assistenznehmer*innen als auch für Assistenzgeber*innen . 

 

Mit Persönlicher Assistenz lässt es sich sehr gut selbstbestimmt leben. 

 

Natürlich muss die Chemie stimmen. Aber bevor die Chemie stimmen kann, 
müssen erst einmal die entsprechenden Assistenz-Personen gefunden werden. 

 

Am Anfang steht oder sitzt man vor einem Berg voller Fragen. 

Wie funktioniert das Antragsverfahren? 

Wieviel Assistenz brauche ich? 

Wo finde ich Assistenz? 

Worauf will und kann ich mich einlassen – divers, weiblich, männlich? 

Traue ich mir zu, Ansagen zu machen? 

Wie können wir die Arbeitsbeziehung gestalten? 

Möchte ich mich auf das Arbeitgeber-Modell einlassen oder doch lieber auf eine Dienstleistung zurückgreifen? 

Und so weiter… 

 

Am 20. April fand unsere erste Austauschrunde statt. Es waren Menschen aus unserem Netzwerk an den Bildschirmen – die meisten leben bereits mit Assistenz, andere überlegen nicht ob sie mit Assistenz leben wollen, sondern wie und wieder andere betrachten es als ein mögliches Zukunftsmodell. 

 

Es gab einen regen Austausch über die jeweiligen Erfahrungen im Arbeitgeber- und Dienstleistungsmodell. Wir sprachen über Vor- und Nachteile der jeweiligen Modelle, 
über die Möglichkeiten des Persönlichen bzw. trägerübergreifenden Budgets und über die Beratungsmöglichkeiten der EUTB. 

 

Außerdem ging es darum, wer Assistenzgeber*in sein kann. 

Es können Fachkräfte, aber auch ungelernte Menschen sein. 

 

Das ZSL Sachsen möchte sich dafür einsetzen, dass das Berufsbild der Persönlichen Assistenz bekannter wird. Wer Unterstützung benötigt, kann meist auch ungelernte Menschen gut anleiten. 

 

Wenn jemand bei der Anleitung Unterstützung braucht, kann dies z.B. mit  Angehörigen abgesprochen werden. 

 

Apropos Angehörige: Persönliche Assistenz entlastet Angehörige ungemein. Sie können dann z.B. zum Kaffee kommen, ohne sich kümmern zu müssen. 

 

In der zweiten Runde am 27. Mai waren diesmal auch zwei Assistenten mit dabei, 
die ihre Erfahrungen mit einbrachten. 

 

Sie berichteten z.B. wie sie zum Assistenten wurden. Einer wollte seinen Beruf wechseln, der andere wollte nicht mehr in einer WfbM „für so wenig Geld“ arbeiten. Beide sind bei einem Dienstleister untergekommen. So konnte die Arbeitsbeziehung von beiden Seiten gut beschrieben werden. 

Im Arbeitgebermodell kommt immer wieder die Frage auf, wie man Assistent*innen findet. Wir werden mit dem Jobcenter sprechen, damit Stellen für die Persönliche Assistenz auch dort angeboten werden können. Zusätzlich fügt Kati Stephan dieser Zusammenfassung den Fragebogen zu, den sie beim Vorstellungsgespräch ihrer zukünftigen AssistentInnen benutzt. Er dient nur zur Anregung und kann individuell den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. 

 

Natürlich ist es wichtig, dass der Assistent in der Lage ist, gut zuzuhören und die Handgriffe richtig sitzen. Auf der anderen Seite ist es genauso wichtig, 
wertschätzend miteinander zu kommunizieren. 

 

Wie gesagt, es ist ein Arbeitsverhältnis und Respekt, sowie die Augenhöhe muss von beiden Seiten gewahrt bleiben. 

 

Hier kommt es auf ein gutes Bewerbungsgespräch an. Denn schließlich lässt man Assistent*innen in sein zu Hause und an den Körper. Das braucht eine gute Vertrauensbasis. Meistens läuft alles gut, aber wenn man merkt, dass es nicht funktioniert, muss man sich wieder trennen. Es soll beiden Parteien gut gehen. 

 

Im Dienstleistungsmodell besteht der Unterschied, dass die AssistentInnen vorgeschlagen werden. Aber man kann (wenn nicht gerade Personalmangel herrscht) miteinander darüber sprechen, welche Eigenschaften die Assistenzperson mitbringen sollte. Und egal bei welchem Modell, es gibt immer eine Probezeit. 

 

Das Antragsverfahren ist keine pauschale Angelegenheit. Es geht einerseits um den Unterstützungsbedarf und darum, was der Kostenträger bewilligt. Am besten, man lässt sich vorher gut beraten, z.B. in einer EUTB oder einer anderen Beratungsstelle, die sich mit Persönlicher Assistenz auskennen. 

 

Wir können Mut machen, sich mit den vielen Vorteilen der Persönlichen Assistenz zu beschäftigen – egal ob Assistenznehmer*in oder Assistenzgeber*in. 

Bei Fragen wenden Sie sich gern an das ZSL Sachsen. 

 Stammtische und AG´s 

Austausch zu Assistenz und Selbstbestimmung

Am 20. April 2026 fand unser Stammtisch zum Thema
„Selbstbestimmt Leben mit Assistenz“ statt.

 Worum ging es? 

Gemeinsam haben wir uns darüber ausgetauscht,

wie Assistenz im Alltag organisiert werden kann und welche Möglichkeiten es gibt. 

Dabei wurden verschiedene Formen der Assistenz vorgestellt,
zum Beispiel: 

  •  das Arbeitgebermodell 
  •  Assistenz über Dienstleister 
  •  Budgetlösungen 

Auch Fragen zur Finanzierung und zu Beratungsangeboten wurden besprochen. 

Austausch und Erfahrungen

Ein wichtiger Teil des Abends war der persönliche Austausch.
Teilnehmende konnten:

  • eigene Erfahrungen teilen
  • Fragen stellen
  • voneinander lernen


Besonders deutlich wurde:
Assistenz ermöglicht mehr Selbstbestimmung und 
Teilhabe im Alltag.

Ausblick

Neben vielen positiven Erfahrungen wurden auch Herausforderungen angesprochen.
Gemeinsam haben wir Ideen gesammelt, 
wie mehr Menschen Zugang zu Assistenz bekommen können.

Für die nächsten Treffen sind weitere Themen geplant, 
zum Beispiel:

  • Gewinnung von Assistenzkräften
  • Einblicke aus der Praxis


Mitmachen

Du möchtest beim nächsten Stammtisch dabei sein? 

Dann melde dich gern bei  [email protected] .

Unterstütze uns mit Deiner Mitgliedschaft! 

 

Kontaktdaten

[email protected]
Facebook: ZsL Sachsen e. V.
Instagram: zsl_sachsen

Vereinsadresse 

Narzissenweg 9

08058 Zwickau 

Bankverbindung 

Zentrum für selbstbestimmt Leben in Sachsen e.V.
(ZsL Sachsen e.V.)

Volksbank Zwickau
IBAN: DE11 8709 5934 0100 0354 72